Jahreszeiten bestimmen und beeinflussen bestimmte Denkweisen und -muster, sie geben Ereignissen einen Rahmen. Oft sind sie ein Indikator für Erinnerungen. So auch in meinen Büchern.
Das vorletzte Haus am Fluss
Ein Storch landet auf dem Dach und fliegt wieder davon.
Ein Fährmann setzt unbeirrbar über, Tag für Tag.
Das vorletzte Haus am Fluss kann nur das vorletzte sein, weil dahinter noch das letzte steht. Ein Leben entfaltet sich eng verschränkt mit so vielen anderen Leben. Doch die Einsamkeit bleibt.
Ein Buch über das Vermissen, die Sehnsucht nach Verbindungen und über die große Herausforderung, diese zu knüpfen.
1989: Das Jahr von Sunas Geburt, das Jahr der Wende, das Jahr, das für Sunas Mutter Conny alles verändert hat. Und die Last dieser Veränderungen wiegt schwer, auch über Generationen hinweg.
Ab dem 20. August 2026 im Handel
Kampa Verlag, 320 Seiten
»Der Sommer knallte. Alles knallte. Die Sonne, der Himmel, der Asphalt.«
Ein kleiner ostdeutscher Ort an der Elbe: Die Luft flirrt, der Asphalt glüht, der Lehmboden auf den weiten Wiesen ist rissig. Annas Tage scheinen endlos. Vier Wochen Sommerferien liegen hinter Martin und ihr, vier Wochen noch vor ihnen, als ihre zeitlosen Kinderabenteuer plötzlich erste Einschnitte erleben. Denn mit elf Jahren beginnt man zu ahnen, was die Erwachsenen um einen herum längst wissen: wie man Kriege beginnt und verliert, wie man Mauern baut, Tiere einschläfert, Lügen für sich behält und wie man trotz Einschlägen im Leben - oder mit ihnen - weiterlebt. Bis die Freundschaft mit der siebzigjährigen Fanni Ereignisse in Gang setzt, die das Mädchen für lange Zeit prägen werden. Zehn Jahre danach hat Anna sich in der Anonymität der Großstadt ein eigenes Leben eingerichtet. Sie hält ihre winterkalte Welt leise und geordnet wie die Bücherstapel der Bibliothek, in der sie arbeitet, und wie die Gemüseschublade ihres Kühlschranks, in der die Schildkröte Greta überwintert. Doch als Jahre später das Haus, in dem Martin aufgewachsen ist, zum Verkauf steht, kehren beide zurück in den Kosmos ihrer Familie in dem kleinen, längst gewandelten Ort nahe der immer gleichen Elbe.
Ein Roman über Freundschaft, Verlust und Heimat, der von Leerstellen und Rissen im Leben erzählt und davon, was aus ihnen entstehen kann.
Marix Verlag, 2023
224 Seiten
Presse/Echo/Sommer
"Behandelt große existentielle Themen. Trotzdem verzaubert ihr Roman mit zarter sprachlicher Leichtigkeit. Durch ihren poetischen Stil verwandelt sie Trauer in Trost – oder um im ursprünglichen Bild zu bleiben – die sibirische Kälte des Lebens in zwischenmenschliche Sommerwärme.”